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DER LEBENSLAUF

 

Was muss rein?

Der tabellarische Lebenslauf ist für viele Personaler die erste Quelle für schnelle Informationen über den Bewerber. Hier geht es zwar hauptsächlich um wichtige berufliche Stationen, Kenntnisse und Erfahrungen. Wer aber darüber hinaus seine Persönlichkeit skizziert, kann punkten: Hobbys und privates Engagement verraten viel über den Charakter. Deshalb sind sie neben Porträtfoto und persönlichen Daten, Ausbildung und Berufserfahrung sowie EDV-Kenntnissen und Fremdsprachen durchaus wichtige Bestandteile des Lebenslaufs.

 

Gestaltung und Gliederung

Persönliche Daten und Foto (kein Muss!) stehen oben. Es folgen Ausbildung und beruflicher Werdegang beziehungsweise Praxiserfahrung. Sprachen, EDV-Kenntnisse und Hobbys/Engagement bilden das letzte Drittel. Insgesamt sollte das Dokument übersichtlich und nicht länger als zwei Seiten sein - was bei umfangreicher Berufserfahrung eine Herausforderung darstellt. Meist genügt es aber, nur die Stationen aufzulisten, die für den angestrebten Job von Belang sind.

 

Die Daten unter den einzelnen Rubriken werden chronologisch geordnet, wobei traditionell die älteste Station an oberster Stelle steht. Mehr und mehr setzt sich aber die amerikanische, gegenchronologische Gliederung durch, die mit dem aktuellsten Punkt beginnt. Das Pharmaunternehmen Bayer etwa fordert Bewerber ausdrücklich dazu auf, einen chronologisch rückwärts angelegten Lebenslauf zu verfassen.

 

Persönliche Daten

Hier stehen Name, Geburtsdatum und -ort sowie die Staatsangehörigkeit. Angaben zum Familienstand («ledig», «verheiratet») sind in Ordnung, aber nicht zwingend erforderlich. Kontaktdaten nicht vergessen!

 

Ausbildung und Studium

Die Schwerpunkte des Studiums sollten skizziert werden, besonders wenn sie für die Stelle relevant sind. Zwei bis fünf Spiegelstriche reichen dafür aus. Gleiches gilt für das Thema der Bachelor-/Masterarbeit oder der Promotion. Zensuren spielen gerade in naturwissenschaftlichen Fächern eine Rolle und können ein Auswahlkriterium sein.

 

Berufserfahrung

Hierhin gehören Jobs, Praktika und studienbegleitende Tätigkeiten. Hilfreich für den Leser ist es, die einzelnen Stationen stichwortartig zu skizzieren, besonders wenn sie einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.

 

EDV-Kenntnisse

Hier nur «MS Office» zu schreiben, ist wenig aussagekräftig. Dem Personaler hilft es, wenn Sie Ihre Computerkenntnisse selbst beurteilen, etwa mit Schulnoten oder der Beschreibung des Niveaus.

 

Fremdsprachen

Auch hier gilt: Reines Auflisten genügt nicht. Mindestens sollte hinter jeder Sprache eine Selbsteinschätzung (etwa «fließend», «verhandlungssicher» oder «Grundkenntnisse») stehen.

 

Hobbys und Interessen

Wer sich engagiert, gewinnt. Das gilt für das Privatleben wie für eine Bewerbung. Ehrenämter und soziales Engagement also unbedingt nennen, denn sie geben dem Personaler Aufschluss über die Persönlichkeit. Vorsicht aber, wenn es zu viel wird: Mehr als drei Hobbys/Interessen könnten die Befürchtung wecken, Sie verbrächten mehr Zeit beim Ehrenamt oder auf dem Sportplatz als im Büro. Risikosportarten besser nicht nennen. Bei allen Angaben möglichst konkret werden (etwa statt «Sport» besser «Handball» oder Ähnliches schreiben).

 

Porträtfoto

Seit der Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes ist ein Foto in einer Bewerbung nicht mehr Pflicht. Wenn Sie sich für eines entscheiden, sollte es selbstverständlich von einem professionellen Fotografen gemacht sein.

 

Ort, Datum, Unterschrift

Der Lebenslauf sollte handschriftlich unterzeichnet sein; bei Online-Bewerbungen mit einer eingescannten Unterschrift.

 

Lückenlos?

Wenn sich im Lebenslauf Lücken ergeben, die länger sind als zwei Monate, sollten diese erklärt werden, am besten im Bewerbungsanschreiben. Hilfreich ist es in jedem Fall, sich vorab damit auseinanderzusetzen, denn spätestens im Vorstellungsgespräch werden Nachfragen kommen.

 

Online-Profil verlinken

Personaler informieren sich häufig in digitalen Netzwerken über ihre Bewerber. Entsprechende Links zum eigenen Profil (etwa bei Xing oder LinkedIn) bereichern den Lebenslauf. Wichtig ist, die Angaben stets auf dem neuesten Stand zu halten.